MANZ-DATENANALYSTIN SANDRA PEER
Übersetzerin zwischen Daten und Menschen
Was macht eine Datenanalystin in einem Verlagshaus? Sandra Peer kommt eine wesentliche Rolle beim Kulturwandel des MANZ Verlags zum „dateninspirierten Unternehmen“ zu.

Vor MANZ forschten Sie an der TU Wien an statistischen Methoden zur Überwachung der Wasserqualität. Von diesem Forschungsgebiet zur Verlagstätigkeit scheint es ein weiter Schritt. Wie kam’s dazu?
Mein Forschungsprojekt befasste sich mit Vorhersagen zur Wassergüte in Echtzeit. Zum Thema habe ich zwei wissenschaftliche Arbeiten publiziert, eine dritte ist in Begutachtung. Das Doktorat möchte ich nebenbei abschließen.
Ende 2022 lief der TU-Vertrag aus. Ich beschloss, von der Wissenschaft in die Praxis zu wechseln. Zu der Zeit stieß ich auf eine Ausschreibung von MANZ, die genau auf mich passte. Dennoch habe ich gezögert.
„Unser Team liefert unter anderem Daten zum User-Feedback beim zweiten Testlauf zur KI-unterstützten RDB-Recherche.“
SANDRA PEER, MANZ VERLAG
Warum das?
Ich konnte mir nicht vorstellen, was ein Verlag mit einer Datenanalystin anfangen sollte. Schließlich habe ich mich doch beworben und wurde in den Verlag eingeladen.
Es wurde ein schönes Gespräch mit MANZ-Geschäftsführer Peter Guggenberger und MANZ-Solutions-Chef Christoph Mack. Ich merkte, dass es dem Management ernst ist mit dem Kulturwandel zu einem dateninspirierten Unternehmen. Wenn man die Freiheit bekommt, so etwas mit aufzubauen, muss man einfach zugreifen.
Seit Jänner 2023 sind Sie für den Verlag tätig. Was wurde seitdem umgesetzt?
Nebst meiner Person besteht das Datenteam aus zwei Datenwissenschaftlern und drei Software-Entwicklern mit Datenfokus. Die Kollegen sind beim IT-Dienstleister MANZ Solutions beschäftigt. Ich bin im Produktmanagement des Verlags angesiedelt und damit ein Verbindungsglied zu diesem.
Noch im Herbst 2024 geht ein internes Dashboard zur RDB live, das von Testuserinnen und -usern im Unternehmen bereits auf Herz und Nieren geprüft wird. Um Trends zu erkennen, werden dafür Nutzungsdaten anonym aggregiert und anhand von Grafiken, Tabellen und Kennzahlen übersichtlich und tagesaktuell dargestellt. Produktmanagement, Redaktion und Lektorat können auf einen Blick sehen, welche Themen zurzeit nachgefragt sind und welche Bereiche der RDB besonders stark genutzt werden.
Gefordert sind wir auch im Zusammenhang mit MANZ Genjus KI. Der zweite Testlauf zur KI-unterstützten Rechtsrecherche innerhalb der RDB Rechtsdatenbank wurde gestartet. Optimierungen und Anpassungen werden parallel dazu anhand des User-Feedbacks durchgeführt. Wir liefern die dafür nötigen Daten.
Haben Sie einen handfesten Ausgleich zur virtuellen Welt der Daten?
Als gebürtige Steirerin bin ich gern in den Bergen meiner Heimat unterwegs. Wohnhaft bin ich inzwischen im Weinviertel, wo ich unter anderem ein hundertjähriges Haus renoviere.
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