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MANZ-HERSTELLUNGSLEITER STEFAN HAMMER

„Der Job ist unglaublich vielfältig“

 

Für ein Verlagspraktikum kam Stefan Hammer vor 25 Jahren nach Wien. Heute ist er Herstellungsleiter im MANZ Verlag. Im Interview erläutert er, was ihn an diesem Job fasziniert.

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Stefan Hammer
© MANZ, Cornelia Hasitzka
STEFAN HAMMER
Herstellungsleiter bei MANZ
Redaktion
Reinhard Ebner
Datum
28. März 2022

Wie hat es Sie als gebürtigen Deutschen nach Wien verschlagen?

Ich habe nach dem Abitur eine Ausbildung zum Verlagskaufmann abgeschlossen. Daran anschließend studierte ich Verlagswirtschaft und -herstellung in Stuttgart. Im Rahmen des Studiums war ein Praktikum zu absolvieren. Da ich die Stadt kennen lernen wollte, suchte ich mir einen Praktikumsplatz bei einem kleinen Verlag in Wien.

Sie sind geblieben und begannen für MANZ zu arbeiten. Wie kam es dazu?

Geblieben bin ich der Liebe wegen. Für den MANZ Verlag bin ich nun schon 22 Jahre lang tätig. Die Arbeit ist unglaublich vielfältig: MANZ publiziert eben nicht nur Bücher oder nur Zeitschriften, sondern deckt ein weites Feld ab. Wir stellen Bücher mit 3.000 Seiten genauso her wie Mappen, Plakate oder die vielen Fachzeitschriften.

Unser Leistungsportfolio im digitalen Bereich nimmt zu. Für unsere RDB-Veröffentlichungen muss ich die Online-Konvertierung planen und organisieren. Im Einkauf habe ich mit Branchen von der Setzerei bis zum Hersteller von Ordnern zu tun.

Wie darf man sich Ihre Aufgaben als Herstellungsleiter vorstellen?

Es geht um Materialbeschaffung, Planung, Qualitätssicherung und um die technische Umsetzung unterschiedlichster Produkte. Darüber hinaus bin ich die Schnittstelle – und mitunter eine Art Übersetzer – zwischen Produktion, Lektorat und externen Dienstleistern. Insbesondere die Materialbeschaffung gestaltet sich in Zeiten von Lieferengpässen und Preissteigerungen schwierig. Da heißt es, Monate im Voraus zu planen und gelegentlich auch zu improvisieren.

Als österreichischer Marktführer für Rechtsinformation bedrucken wir zudem an die 300 Tonnen Papier im Jahr. Bei 350 Druckaufträgen jährlich geht praktisch jeden Tag eine Bestellung hinaus. Die Auflage miteingerechnet, kommen wir in diesem Zeitraum auf eine Stückzahl von rund 300.000 Einzelprodukten.

„Als Marktführer für Rechtsinformation produzieren wir im Jahr rund 300.000 Print-Einzelprodukte.“
STEFAN HAMMER, MANZ VERLAG

Im Rahmen von CSR@MANZ zeichnen Sie für ein Green-Printing-Projekt verantwortlich. Worum geht es dabei?

Künftig sollen zumindest 80 Prozent unserer Produkte auf Recycling-Papier gedruckt werden. Wo dies nicht möglich ist – also vor allem im Dünndruckbereich –, wird zertifiziertes Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft verwendet.

Bei Optik und Haptik müssen wir dennoch keine Abstriche machen. Recycling-Papier ist heute von anderen Papierarten praktisch nicht zu unterscheiden. Auch bei den Druckfarben sondieren wir mögliche Alternativen aus natürlichen Ölen.

Sämtliche Verlagsprodukte können Sie im MANZ-Webshop erstehen.

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